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1. Musikfestival ars braemia in Ariccia (Italien) - 17.-20. Oktober 2012

Im Villino Volterra in Ariccia fanden die Musiker und mitreisenden Gäste von ars braemia eine wunderbar passende Umgebung für eine Reihe von kommentierten Konzerten unter dem Motto "Contrasti e Analogie". In den Konzerten waren mit Harfe (Julia Wacker), Traversflöte (Karel Valter) und dem selten gespielten Instrument Baryton (Jessica Horsley) ungewöhnliche Kombinationen und Klänge zu hören. Von Barock, über Klassik, Neoklassik bis hin zu zeitgenössischer Musik. Wie gemacht für das Villino und die Familie Volterra erklangen Stücke wie die Sonate für Harfe von Alfredo Casella. Für die zeitgenössischen Kompositionen von Thüring Bräm (Erstaufführung in Italien von "Wenzel", "Bänisegg", Flötenetüden) und von Giorgio Colombo Taccani (Uraufführung des Stücks "Lybra" für Baryton solo) war die Gegenwart und die Erläuterungen der Komponisten zu den Werken sehr bereichernd. Im Villino genossen alle Beteiligten auch die warme Gastfreundschaft und die hervorragenden kulinarischen Köstlichkeiten.

Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert eines Gesangsensembles rund um Giovanna Marini. Die italienischen Protestlieder aus dem 19. und 20. Jahrhundert wurden sehr eindrücklich a capella oder mit Gitarre gesungen. Das Schlusskonzert mit dem Trio aus Basel war im voll besetzten grossen Saal des Palazzo Chigi ein schöner und würdiger Abschluss dieses ersten Musikfestival ars braemia. 

  

1st Music Festival ars braemia in Ariccia (Italy) - 17th-20th of October 2012

The Villino was the perfect size and setting for a series of commented concerts on the theme 'Contrasts and Analogies' held by the Swiss music association ‘ars braemia' from October 17-20, 2012. Performed by a group of musicians who work together in Basel, these concerts provided an opportunity to hear an unusual combination of instruments including harp (Julia Wacker),  flauto traverso (Karel Valter) and the rarely played 18th century ‘baryton’/viola di bordone (Jessica Horsley) with music juxtaposing baroque, classical, neo-classical and contemporary styles. Especially fitting were the pieces reflecting the Villino’s early era and family, such as the harp sonata by Alfredo Casella. The contemporary music (Italian first performances of Bräm and a world premiere of Giorgio Colombo Taccani's "Lybra") were enlivened by the presence of the composers. A contrasting high point of the series was the concert of 19th and 20th century Italian protest songs sung a cappella by Giovanna Marini’s ensemble from Rome. Before and after these concerts, the Swiss and Italian participants in these concerts enjoyed the finely prepared meals, teas and aperos served in the rooms and garden of the Villino.

Ariccia 2012



6. Musiktage Valendas vom 8.-16.Juli 2012

Neu! Die Fotos von dem Schlusskonzert in Klosterkirche Disentis, 15. Juli 2012

Konzert in Disentis von 15. Juli 2012




Dem Programm der 6.Musiktage Valendas vom Sommer 2012 mit dem Kammerchor und –ensemble Altaun stellen wir William Byrds ca 1593-95 geschriebene vierstimmige Messe a capella Ausschnitten von Henry Purcells 1691 aufgeführten dramatischen Musik zu „Fairy Queen“ gegenüber. Das Programm wird in den Kirchen von Valendas, Pleiv (Vella) und dem Kloster Disentis aufgeführt. Es entspricht den architektonischen und visuellen Zeugnissen, wie wir sie heute in der Kirche Pleiv im Lugnez antreffen: einerseits den harmonischen Renaissance-Proportionen des 16. Jahrhunderts und andererseits den barocken Elementen des ausgehenden 17. Jahrhunderts.

Während William Byrds vierstimmige Messe eine konsequente Folge der musikalischen Ebenmässigkeit eines Palestrina als Vertreter der musikalischen Entwicklungen im 16.Jahrhundert ist, zeugt Purcells aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammende, dekorativ bewegte Musik von einer „Barockisierung“, wie sie architektonisch auch in der Kirche von Pleiv stattgefunden hat. Das dort hängende grosse Bildnis der grössten je geschlagenen Seeschlacht von Lepanto (1571) zeigt mit aller Deutlichkeit die grosse Vernetzung und das Aneinandergeraten der Kulturen der damaligen Zeit. Anzunehmen ist, dass ein Vorfahre der in Vella ansässigen Demont in den Söldnerdiensten der Venetier damals an dieser Schlacht vor der Westküste Griechenlands dabei war. Die Anfänge von Pleiv, der ursprünglichen Pfarrkirche der Talschaften von Lugnez und Vals gehen in karolingische Zeit zurück wie auch die Grundstrukturen des Klosters von Disentis. Musikalisch weisen auch die Wurzeln der Messe von Byrd mit ihrem gregorianischen Grundmaterial in diese Zeit, aber eben mit einem direkten Bezug zur damaligen Gegenwart, die in der mehrstimmigen kirchlichen ‚Kunstmusik’ Textverständnis und Melodie in der Nachfolge des Konzils von Trient als vordringlich erachtete.

Im Kloster Disentis, das eine wechselvolle Geschichte durchgemacht hat, präsentiert heute ein aus der vorbarocken Kirche übrig gebliebener Michaelsaltar von 1572, vielleicht die grösste symbolische Parallele zu unserem Konzertprogramm. Die Darstellung auf dem linken Standflügel zeigt die Taufe Christi, den heiligen Sebastian und den heiligen Thomas, also drei Männerfiguren. Auf dem rechten Standflügel sind die heilige Katharina von Alexandria, die heilige Elisabeth von Thüringen und die heilige Magdalena abgebildet. Während Byrd’s Messe also sozusagen den linken Standflügel musikalisch unterstreicht, könnte die Musik zur Märchenkönigin von Purcell durchaus in Bezug zum rechten Standflügel gesetzt werden.

Die beiden Teile werden musikalisch durch ein ‚Endprodukt’ des barocken Zeitalters verbunden: den Fugensatz aus Haydns Streichquartett op.20 Nr. 5, der sozusagen eine hundertfünzigjährige Zeitepoche abschliesst. Die Verbindung zur heutigen Zeit wird
Durch Thüring Bräms für dieses Programm geschrieben ‚Kleines Proprium Missae instrumental’ dargestellt, das anstelle einer liturgischen Handlung und als erweiterte Intonationen zwischen die Sätze des Ordinarium Missa von Byrd eingeflochten wird.
Purcells Musik wird neben den vokalen Teilen vor allem durch die Klangfarben der Streicher mit Continuo und durch eine Trompete (Steven Dubé) bereichert. Die Arien der ‚Nacht’ und des ‚Geheimnisses’ werden von einem Solosopran (Alice Borciani) und die Arien des ‚Schlafs’ und des ‚Winters’ von einem Solobariton (Peter Mächler) gesungen.
Oktober 2011



Konzerte 6. Musiktage Valendas
Brunnenfest
Mittwoch, den 11.Juli 2012, 20.30 Uhr: Dorfplatz Valendas (Volkslieder und Musik auf dem Brunnen)

Kirchenkonzerte

Freitag, den 13.Juli 2012, 20.30 Uhr Kirche Valendas
Samstag, den 14. Juli 2012, 20.00 Uhr, Kirche Pleiv (Vella, Lugnez)
Sonntag, den 15. Juli 2012, 16 Uhr Uhr, Klosterkirche Disentis

Programm:
William Byrd (1543?-1623) 4stimmige Messe (dazwischen ‚Kleines Proprium Missae instrumental’ für Trompete, Violine und Viola von Thüring Bräm)
Joseph Haydn: Fuge aus dem Streichquartett op.20 Nr.5 in f moll
Henry Purcell (1659-1695) Ausschnitte aus „The Fairy Queen“ mit Chor und Instrumentalensemble, Solo-Sopran: Alice Borciani, Solo-Bariton: Peter Mächler.
Ausführende: Kammerchor Altaun und Kammerensemble Altaun
(Ola Sendecki, Caroline Iglesias, Markus Wieser, Lukas Raaflaub),
Leitung Thüring Bräm

 

 


 




CD-Taufe "Transitions" am 6. Mai 2012, 17h Quartierzentrum Bachletten, Basel

Wir laden herzlich ein zur CD-Taufe! "Transitions" enthält neuere Werke von Thüring Bräm für Pipa (chinesische Laute). Yang Jing, Pipa, wird zu diesem Anlass mit Jürg Eichenberger, Violoncello, und Thüring Bräm, Klavier, auftreten. 
Die renommierte Pipa-Spielerin Yang Jing und Thüring Bräm lernten sich 2004 kennen. Über ihre künstlerische Zusammenarbeit gibt das Interview Auskunft. 

Literatur und Musik!
Samstag, 21. Januar 2012, 15.00 Uhr

Buch-und Kaffeebar Nasobem
Frobenstrasse 2, 4053 Basel (Nähe Eingang Gundeldingen Bahnhof SBB)
Der Schriftsteller Christoph Schwyzer liest aus seinem neuen Roman „Wenzel“, erschienen im Verlag Martin Wallimann 2011.
Julia Wacker, Harfe
Karel Valter, Traversflöte
Johann Baptist Krumpholtz (ca.1742-1790): Sonate aus op.8 für Flöte und Harfe
Allegro-Romanze-Menuet (Rondo)
Einführung und Vorstellung Christoph Schwyzer und Lesung aus dem Roman „Wenzel“
Thüring Bräm: Uraufführung eines Werkes für Harfe und Traversflöte
Zum Autor
Christoph Schwyzer, geboren 1974, lebt mit seiner Familie in Luzern. Er arbeitete an der Volksschule, im Altersheim und bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Studienaufenthalt in Hildesheim, Umzug nach Berlin, danach Fusswanderung von Hamburg nach Basel. 2001 BZ-Preis für Lokaljournalismus.
Veröffentlichungen: "und heim" (2009), "Augen Blicke und andere Gedichte" (2010, Hg.), "Valendas - Die Welt im Dorf" (2011, zusammen mit dem Fotografen Paul Joos).

26.10.2011
In der Tituskirche in Basel wurden am 26. Oktober 2011 die Vier Stücke für Vals von Thüring Bräm eingespielt! Auf dem Bild vom Aufnahmeset zu sehen: Yang Jing, Pipa, Jürg Eichenberger, Cello, und Thüring Bräm am Klavier. Die Vier Stücke für Vals werden auf der CD "Transitions" erscheinen, die nächstes Jahr herauskommt.


Sonntag, 23. Oktober 2011, 17 Uhr
Uraufführung des Klaviertrios „Zeitspiegel“
sowie Klaviertrios von Smetana, Suk und Mendelssohn
Guarneri-Trio, Prag
Konzert zum 25jährigen Jubiläum
Zeugheer-Saal, Hotel Schweizerhof Luzern




26.8.2011

Aufführungen von "Scena per Baritono solo" von Thüring Bräm, Robert Koller, Bariton


Prag:
26. September 20h
Sál Galerie HAMU (Musikakademie)
Malostranské náměstí 259/12, 118 00 Praha-Malá Strana
(Hartigovský palác)


Kiev:
28. September 16h
salle de musique de chambre de l' Academie Nationale de Musique de nom Pierre Tchaikovskij
Kiev, boulvar Architecte W. Gorodetzki, 1-3/11

Lviv:
30. September 17h
Concert au cadre de l' inauguration du Festival Contrasty
Sala Grande di Filharmonia di Lwow, rue Tchaikovskij, 7